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So wird in der Schule diktiert:
- Wir sorgen dafür, dass Arbeitsplatz, also der Arbeitstisch aufgeräumt ist / wird.
- Wir sorgen dafür, dass der Kopf aufgeräumt ist. Im Augenblick zählt nur das Diktat.
- Wir schalten Ablenkungen und mögliche Störungen so gut wie möglich aus.
- Wir lassen Heft und Füller bereit legen.
- Wir lesen den Text zur Einstimmung zunächst einmal komplett langsam vor.
- Dabei dürfen die Kinder nicht mitschreiben.
- Die Kinder hören nur zu. Die Füller sind abgelegt.
- Dann lesen wir den ersten Satz komplett vor.
- Der Füller ist weiterhin abgelegt.
- Danach lesen wir den zu schreibenden Teil des Satzes vor.
- Wir lassen den Satz langsam und übertrieben deutlich gesprochen wiederholen.
- Erst jetzt darf das Kind zum Füller greifen und den Teilsatz niederschreiben.
- Dabei soll es Wort für Wort beim Schreiben still "mitsprechen".
- Weil Sprechen beim Diktat in der Schule nicht gestattet ist, soll das Kind lernen, Wort
für Wort ausgeprägt aber lautlos zu sprechen. So vermeidet es Fehler.
- Wenn der zu schreibende Teilsatz geschrieben ist, wird der Füller abgelegt, zumindest
aber aus der Schreib-Position abgehoben.
- Nun lesen wir den nächsten Teil des Satzes vor, lassen ihn wiederholen und dann
schreiben.
- Wir verfahren mit den folgenden Sätzen nach dem gleichen Muster.
- Zum Abschluss liest der/die Diktierende den Text noch einmal langsam vor. Das Kind liest
still im Vorlese-Tempo mit. Es spricht mit dem/der Diktierenden im Gleichschritt.
- Eigene Fehler werden nur dann erkannt, wenn man übertrieben sorgfältig mitliest.
- So wird Satz für Satz in Teilen geschrieben. Kleine Sätze können komplett diktiert,
nachgesprochen und niedergeschrieben werden.
- Am Ende des Diktats liest der Diktierende den Text noch einmal komplett vor.
- Danach erhält das Kind eine der Diktat-Länge angepasste Korrektur-Zeit, um den Text
noch einmal still sprechend durchlesen und Fehler korrigieren zu können.
- Wichtige Praxis-Regel: Kann ein Kind ein Wort nicht schreiben, muss es den Platz für
das Wort oder die Wörter frei lassen und später beim letzten Vorlesen eintragen.
- Lieber ein einzelnes Wort auslassen, als im Schreibfluss stecken zu bleiben und in der
Folge mehrere Wörter zu verpassen.
So üben und diktieren Eltern ihrem Kind das Diktat.
- Prinzipiell sollte wir zu Hause unter ähnlichen Bedingungen
trainieren, wie wir sie in der Schule antreffen.
- Ich plädiere sogar dafür, zu Hause mit 110 % Leistung zu
arbeiten, um in der Schule 100 % Leistung bringen zu können. So schafft man sich
Reserven.
- Vor einem Diktat müssen zunächst einmal alle neuen Wörter und Wörter, deren
Schreibweise noch nicht sitzt, so lange geübt werden, bis sie richtig geschrieben werden.
- Wörter, die sicher und fest im Kopf verankert sind, müssen wir nicht mehr üben.
- Bekannte Wörter müssen nicht immer wieder neu geübt werden. Sie sind jederzeit parat.
- Immer wenn wir ein Diktat üben, schaffen wir zuerst die richtigen Voraussetzungen für
erfolgreiches Üben.
- Heft und Füller liegen parat, der Tisch ist aufgeräumt, besser noch leer geräumt.
- Alle Ablenkungen sind ausgeschaltet, die innere Einstellung ist bei Kind und
Übungsleiter auf Übung und Diktat eingestellt.
- Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass laufende Musik, Radio- oder Fernsehsendungen
den Lernerfolg mindern! Also: Radio etc. ausschalten !
- Wir beschränken die Übungszeit auf 15-20 Minuten täglich.
- 3 x 20 Minuten bringen mehr Erfolg als 1 x 60 Minuten !
- Lernerfolg braucht Wiederholung.
- Wir passen den Übungstext bzw. die Übungen an das Leistungsvermögen und die
verfügbare Zeit an.
- KInder werden erst mit 12-15 Jahren allmählich rewchtschreibsicher. Erwarten und
verlangen Sie deshalb nicht zu früh zu viel.
- Loben Sie das Kind für das, was es kann.
- Sagen Sie z.B.: "Du hast heute schon 20 von 30 Wörtern richtig geschrieben. Das
ist schon gut. Für morgen nehmen wir uns vor, noch mehr Wörter richtig zu
schreiben."
- Nehmen Sie ihm nicht den Mut indem Sie sagen: " Warum hast du schon wieder so viele
Fehler gemacht! "
- Eine vernünftige Antwort auf diese Frage kann Ihnen das Kind ohnehin nicht geben.
- Tadeln Sie das Kind nicht für etwas, was es nicht kann.
- Tadeln sie allenfalls dann, wenn es eine Aufgabe nicht geübt hat, obwohl dies möglich
bzw. leistbar gewesen wäre.
- Sprechen Sie beim Diktieren zunächst einmal übertrieben deutlich, durchaus auch in
Silben.
- Erinnern Sie Ihr Kind immer wieder an wichtige gelernte Regeln und Hilfen.
- Üben sie Gelerntes immer wieder. Zunächst in sehr ähnlichen Beispielen, später in
immer vielfältigeren Variationen.
- Achten Sie darauf, dass ihr Kind sich beim Schreiben nicht mit dem
Sprechen überholt. Es muss immer den Buchstaben oder die Silbe sprechen, die es
auch gerade schreibt.
- Üben kann man auch mit Puzzle-Spielen. Kopieren und zeschneiden Sie einen Diktat-Text
in einzelne Sätze. Lassen Sie Ihr Kind die Sätze in die richtige Reihenfolge legen.
- Spielen Sie Scrabble. Setzen Sie Wörter mit Scrabble-Steinen zusammen.
- Lessen Sie Ihr Kind Wörter und Texte mit einer
Schreibmaschine, besser noch mit dem PC schreiben.
- Stellen Sie beim PC eine große Buchstabengröße ein.
- Färben Sie Buchstaben und Hintergrund.
- Dann bringt das Lernen Spaß und Erfolg.
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